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Das magische Dreieck - wie sieht es mit Ihren Projektzielen aus?

Aktualisiert: 6. Jan. 2021

Zu den am häufigsten benutzten Begriffen im Projektmanagement gehört der des magischen Dreiecks. Was aber symbolisiert es und in welchem Zusammenhang steht es mit dem Projekt? Das magische Dreieck beschreibt symbolhaft den Zusammenhang von Projektkosten (Kosten), Projektdauer (Zeit) und den Projektanforderungen (Qualität). Diese Einflussgrößen werden den Ecken eben dieses magischen Dreiecks zugewiesen. Ein Projektziel wird sich nun innerhalb des Dreieckes positionieren und nimmt damit eine ganz spezifische Entfernung zu allen drei Ecken ein. Anders gesagt: Die gewünschten Projektkosten und die vorgegebene Projektlaufzeit stehen nun in Abhängigkeit zu den Anforderungen diese werden auch als die Qualität des Projektes insgesamt bezeichnet; je höher beispielsweise die Anforderungen und damit die Qualitätserwartungen steigen, desto mehr strebt das Projektziel eben in diese Ecke. Damit entfernt es sich automatisch vom ursprünglichen Kosten- und Zeitziel. Wer mehr will muss bereit sein auch mehr zu zahlen oder mehr Zeit zu investieren; diese Wahrheit lässt sich auch außerhalb des Projektmanagement anwenden. Wenn wir eine Sache schnell erledigen, leidet in der Regel die Qualität. Das Dilemma im klassischen Projektmanagement ist nun, dass der Auftraggeber am Anfang des Projektes genau wissen will was es kostet und wann wir damit fertig sein werden; allerdings sind zu diesem Zeitpunkt sehr oft die inhaltlichen Anforderungen noch nicht ausreichend geklärt! Damit laufen wir Gefahr etwas zu versprechen was wir nicht halten werden können. Gut, billig und schnell geht im Fastfood lokal um die Ecke - nicht aber im Projektmanagement! Daher muss vor der Planung der inhaltlichen Auftragsklärung ein hoher Stellenwert eingeräumt werden; ist dies nicht möglich können wir diese explizite Ecke des magischen Dreiecks nicht verbindlich bestätigen. Halten wir dennoch an den Zeit- und Kostenvorgaben fest, lässt sich das Projekt nur agil umsetzen, da in diesem Fall die inhaltlichen Anforderungen erst während der Projektumsetzung festgelegt werden. Damit ist das Projektergebnis (= Qualität) im Detail ungewiss, gewiss sind aber die Zeit und die Kosten, die wir verbrauchen werden, weil sie vorgegeben wurden. Das konkrete Ergebnis kennen wir erst am Ende des agilen Projektes. In der klassischen Planung versuchen wir das Endergebnis bereits in der Planung vorwegzunehmen, daher ist es in diesem Fall sehr wichtig auf inhaltliche Veränderungen zu reagieren. Jede neue inhaltliche Anforderung entfernt uns von den ursprünglichen Kosten- und Zeitvorgaben. Dies muss mit dem Auftraggeber abgestimmt werden, um die neuen Positionen des Projektzieles im magischen Dreieck verbindlich abzustimmen; anderenfalls werden Erwartungshaltung des Auftraggebers und die Realität auseinander driften mit fatalen Folgen für die Zusammenarbeit beziehungsweise Endabnahme des Ergebnisses. Aus diesem Grund gilt es im klassischen Projektmanagement das Projektziel immer kontinuierlich innerhalb des magischen Dreiecks auszubalancieren.


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